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PRESSEMITTEILUNG:

17. März 2015

Stadtteilbibliotheken: Wer wird denn gleich den Schlüssel drehen?

Bärbel Richter
Helmut Redeker, Stadtverordneter
Dr. Helmut Redeker
„Die SPD setzt sich für Bibliotheken als dezentrale Lernorte ein. Gerade wenn wir Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien an Bücher und hochwertige Medien heranführen wollen, ist eine wohnortnahe Stadtteilbibliothek wichtig“, betont Bärbel Richter, Vorsitzende und kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn.

Die SPD-Fraktion hat ihre Vorschläge für die Bonner Bibliothekenlandschaft nun für den Finanzausschuss am 19. März und für die Haushaltsberatungen des Kulturausschusses im April eingebracht. Die Bibliotheken sollen unverändert bis Ende 2016 geöffnet bleiben. Bis dahin soll gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und den Fördervereinen ein Konzept erarbeitet werden, das einerseits durch Einbeziehung ehrenamtlicher Arbeit Einsparpotentiale generiert und andererseits die Standorte und Strukturen der Bibliotheken in den Stadtbezirken erhält, so dass vorhandene Angebote, vor allem für Kinder, erhalten bleiben können.

Hier¬bei ist aus Sicht der SPD auch zu prüfen, welche zusätzlichen Dienste in den Bibliothe¬ken angeboten werden können. „Einsparungen müssen an vielen Stellen in der Stadt erreicht werden. Nur sehen wir dabei das Allheilmittel nicht darin, den Schlüssel herumzudrehen“, erklärt Dr. Helmut Redeker, Vorsitzender des Kulturausschusses. „Die Strukturen müssen erhalten und womöglich aufgewertet werden. Auch so spart man bares Geld. Das kann durch preisgünstigere Standorte sein; auch für die Stadtteilbibliotheken, die nicht für Schließungen zur Debatte stehen. Stadtteilbibliotheken, zum Beispiel in Bad Godesberg, könnten sich Immobilien mit Quartiersmanagements, Volkshochschule, Bürgerdiensten und/oder Familienzentren teilen. All das muss größer gedacht und vernünftig geprüft werden. Dafür müssen wir die kommenden zwei Jahre nutzen.“
Kulturausschuss
Kultur in Bonn