Ehrenamt braucht Unterstützung

Barbara Ingenkamp, Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Wohnen
Barbara Ingenkamp, Vorsitzende des Sozialausschusses

Alle Parteien sind sich einig in der Bedeutung des Ehrenamtes. Ohne die Bereitschaft vieler Menschen sich ehrenamtlich zu betätigen, sich bürgerschaftlich zu engagieren, könnten viele Aufgaben in Bonn, aber auch anderswo nicht bewältigt werden.
Aber ehrenamtliches Engagement braucht eine Infrastruktur und professionelle Hilfe bzw. Unterstützung
Die SPD-Ratsfraktion möchte, dass das Ehrenamt in Bonn stärkere Förderung erfährt.

Stadtverordnete Barbara Ingenkamp, die auch Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Wohnungswesen ist, hat für die nächste Ausschusssitzung im Januar einen Antrag eingebracht, in dem die Verwaltung gebeten wird, dem Ausschuss weitere Vorschläge zu unterbreiten, wie das Ehrenamt in Bonn gefördert werden kann.
Barbara Ingenkamp: "Nachdem die Arbeit der bisherigen Freiwilligen Zentrale vom Diakonischen Werk und der Caritas eingestellt wurde, brauchen wir auch dringend ein Konzept, wie diese wichtige Aufgabe weitergeführt werden kann". Sie regt in dem Antrag an, Erfahrungen anderer Städte einzubeziehen.

Sie hält es für hilfreich und sinnvoll, bei der Stadt eine "Stabsstelle zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements" einzurichten. Dort sollten Netzwerke gebildet und betreut, Leitfäden für bürgerschaftliches Engagement entwickelt und herausgegeben sowie entsprechende Bildungsangebote, z.B. der VHS angeboten werden.

Damit ehrenamtliches Engagement auch attraktiv und lebendig bleibt, müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die diese Arbeit unterstützen.