1. April – Aufruf an die Poppelsdorfer Bevölkerung

Nach 100 Jahren der Eingemeindung fordert der SPD- Stadtverordnete Gerd Heidemann am 1. April:

"Poppelsdorf muss wieder selbstständig werden. 100 Jahre sind genug. Es gibt keinen Grund mehr für die Zugehörigkeit nach Bonn. Und die Straßenkanäle, mit denen wir damals nach Bonn gelockt wurden, sind gebaut!

"Small is beautiful" ! Wir wollen uns wieder selber regieren. In einer überschaubaren Gemeinde, wo die Bürgerinnen und Bürger noch direkten Kontakt zu ihren Gemeindevertretern haben.

Wir sind 1904 ohne Schulden nach Bonn gekommen. In die neue Selbstständigkeit wollen wir deshalb auch keine Schulden mitnehmen. Die alte Bürgermeisterei von Poppelsdorf in der Kirschallee steht für Rat und Verwaltung zur Verfügung. Kernaufgaben sollen eigenständig erledigt werden. Andere Aufgaben können vorläufig durch die "Restbonner" Verwaltung miterledigt werden.

Die anderen Teile der Bürgermeisterei Poppelsdorf, die damals 1904 mit uns eingemeindet wurden, Endenich, Kessenich und Dottendorf, lade ich herzlich ein, sich unserem Schritt anzuschließen. Aber auch allein sind wir mit 6482 Einwohnern stark genug für die Selbstständigkeit. Viele Gemeinden, vor allem im Süden und Osten Deutschlands, sind deutlich kleiner.
Es gibt nur einen Einwand: Bonn hat mit Bärbel Dieckmann eine hervorragende Oberbürgermeisterin. Auf sie würden wir in Poppelsdorf nur ungern verzichten. Deshalb und als Zeichen der Versöhnung bieten wir den Bonnerinnen und Bonnern an: Bärbel Dieckmann, Oberbürgermeisterin von Bonn, soll in Personalunion Bürgermeisterin von Poppelsdorf werden.

Wie soll es weitergehen: Um den Übergang zu erleichtern, fordere ich für Poppelsdorf in einem ersten Schritt die Rechte eines eigenständigen Stadtbezirks. Am Ende soll dann die vollständige Selbstständigkeit stehen.

Los von Bonn! 100 Jahre sind genug! Für ein selbstständiges Poppelsdorf!