„Stahlgerippe statt Blumen“: Befürchtungen sind bestätigt – Noch keine Perspektive für Gelände der Stadtgärtnerei erkennbar

Am 30. Juni wurde die Stadtgärtnerei auf dem Dransdorfer Berg auf Beschluss von CDU und FDP geschlossen. Eine Folgenutzung war nicht absehbar. Daher hat die SPD bereits am 19. Juni die Befürchtung geäußert, dass der Blick auf hässliche Stahlgerippe das bunte Blumenbild ablösen wird, das bislang zu bewundern war, und das Gelände verwahrlosen wird. Genauso ist es gekommen. In dem Betrieb sind Fakten geschaffen worden – die Glasscheiben sind alle entfernt worden, Installationen wurden beseitigt. Übrig blieb ein mit einem Bauzaun abgetrenntes hässliches Stahlgerippe, durch das Wind und Blätter fegen. Eine Perspektive für das Gelände ist noch nicht erkennbar.

"Hier zeigt sich, wie falsch der Beschluss der alten Mehrheit war, die Gärtnerei zu schließen, ohne eine gesicherte Folgenutzung zu haben. Die neue Mehrheit in der Bezirksvertretung Bonn aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen versucht nun zu retten, was zu retten ist. Aber es sind Fakten geschaffen worden. Diese lassen sich nur mit hohem Kostenaufwand wieder beseitigen. Als Dransdorfer Stadtverordneter ärgere ich mich immer noch darüber, wie sich die alte Ratsmehrheit mit den Stimmen ihrer damaligen örtlichen Stadtverordneten über die Bedenken nicht zuletzt der Dransdorfer Bürgerinnen und Bürger hinweggesetzt und uns nun einen solchen Schandfleck hinterlassen hat." so Wilfried Klein, Dransdorfer Stadtverordneter und Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn. "Wir werden jetzt alle Anstrengungen unternehmen, um ein weiteres Abgleiten des Geländes zu verhindern. Darüber hinaus werden wir sicherstellen, dass es keine Folgenutzung gibt, die das Meßdorfer Feld in seinem Bestand und Umfang gefährdet." kündigt Klein an.