Bahnhofsbereich: Gegner müssen realisierbares Konzept vorlegen und Fragen nach der Finanzierbarkeit beantworten.

Werner Esser, Verkehrs- und Planungssprecher der SPD-Ratsfraktion

"Die Gegner der geplanten Bebauung Bahnhofsbereich sind nun gefordert Eckpunkte vorzulegen", so der stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende Werner Esser im Hinblick auf die morgige Sitzung des Planungs-, Verkehrs- und Denkmalausschusses, wo dieser Punkt auf der Tagesordnung steht.

"Bisher haben wir nur Maximalforderungen gehört: mindestens 27 Meter Abstand vom Bahnhof, Abriss der Südüberbauung bzw. wesentliche Veränderung, Erhalt des Omnibusbahnhofes mit Verbesserungen. Die Frage wird erlaubt sein: Wer soll das bezahlen", fragt Werner Esser.
Esser weist darauf hin, dass zu Beginn des vor Weihnachten gestoppten Planungsvorhabens zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes Einigkeit über die Parteigrenzen hinweg bestanden habe, angesichts der städtischen Haushaltssituation keine städtischen Gelder für das Projekt einzusetzen. Einigkeit habe auch darin bestanden, eine Lösung des Gesamtareals zu betreiben und keine Einzellösung, wie bspw. nur die Bebauung des Parkplatzes, zuzulassen. Es werde die Gefahr gesehen, dass der jetzige Zustand mit Südüberbauung und Bonner Loch, der allgemein als missglückt empfunden wird, festgeschrieben wird.
"Ich glaube persönlich auch nicht, dass Bürgerbund und Grüne für ein Projekt Bahnhofsvorplatz beispielsweise Schwimmbäder schließen wollen. Ich sehe daher der morgigen Entscheidung mit Interesse entgegen. Wer ein Projekt seriös planen will, muss Kernaussagen zur Finanzierbarkeit und die Realisierungschancen eines Gesamtprojektes darlegen. Die Gegner der ursprünglichen Planung haben hierfür die Verantwortung. Ob sie ihr gerecht werden, wage ich zu bezweifeln. Es wird sich zeigen, ob es den Gegnern nur um eine Verhinderung ging, oder um eine Verbesserung der Situation".