Newsletter Soziales – März 2005

Bernhard von Grünberg
Bernhard von Grünberg, MdL
Barbara Ingenkamp, Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Wohnen
Barbara Ingenkamp

1. Follow-Up-Phase zum Modellprojekt „ Heroingestützte Behandlung Opiatabhängiger“
Im März endet das Bonner Modellprojekt zur Heroinstudie. Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen Bund, Land und der Stadt Bonn, hat sich die Stadt verpflichtet, für die Zeit nach Beendigung der Studie im Einzelfall zu prüfen, wie die Weiterbehandlung der Probanden mit einer entsprechend den Ergebnissen optimalen pharmakologischen Behandlung und psychosozialen Betreuung sichergestellt werden kann.
Auch aus fachlicher Sicht ist die Weiterbehandlung der Probanden zwingend notwendig. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Verwaltung und schlägt die Weiterfinanzierung vor.
Mit der Zulassung des Originalstoffes Diamorphin ist im Juni 2006 zu rechnen.
Die Gesamtkosten der Follow-up-Studienphase betragen 901.800 Euro, der Anteil der Stadt Bonn beläuft sich auf 355.900 Euro. Die restlichen Kosten in der Höhe von 545.900 Euro tragen Bund und Land.
Die Studie sei bis jetzt erfolgreich verlaufen, so die ambulante Suchthilfe von Caritas/Diakonie – Heroinambulanz.
Wohnungsbeschaffung, Ausstieg durch Vermittlung in stationäre Therapie, Schuldenregulierung sind einige der Erfolge, die die SPD-Fraktion erwartet hat und begrüßt. “Wir werden im Nachhinein noch einmal darin bestärkt, mit der Teilnahme an der Modellstudie die richtige Entscheidung getroffen zu haben,“ erklärt Barbara Ingenkamp, die Vorsitzende des Sozialausschusses.
Bei den Teilnehmern der Studie blieb die Beschaffungskriminalität aus. Die Befürchtungen in der Bevölkerung im Umfeld der Heroinambulanz sind nicht eingetroffen, die Bonner Heroinambulanz war in den drei Jahren ihre Studienlaufzeit völlig unauffällig.