Spielplätze in Ippendorf: Endlich frischer Wind nach Beschluss der Bezirksvertretung?

Gabriele Klingmüller, Stadtverordnete
Gabriele Klingmüller
Herbert Spoelgen

Eineinhalb Jahre nach der Entscheidung könnte ein Ratsbeschluss zur Verbesserung der Spielplatzsituation in Ippendorf nun vielleicht endlich umgesetzt werden. Damals hatte der Rat einstimmig beschlossen, dass die ehemals für Spielplätze vorgesehene Grundstücke „Auf dem Essig“ und „Auf dem Heidgen“ verkauft werden und ein Teil des Verkaufserlöses – falls notwendig – für die Anschaffung fehlender Spielgeräte eingesetzt wird. Der Verkauf ist 2012 geschehen. Nur die erwähnte Aufwertung lässt bis heute auf sich warten.

Am 02. Juli nun beschloss die Bezirksvertretung Bonn mit den Stimmen von SPD, Linke und BBB einstimmig die Annahme eines Bürgerantrags auf Umsetzung des Ratsbeschlusses – bei Enthaltung von CDU, Grünen und FDP. Der entsprechende SPD-Antrag erhielt dann aber die Zustimmung aller Parteien – ohne Enthaltung.

„Endlich! Ich freue mich besonders für die engagierten Ippendorfer Eltern, die seit Langem konstruktiv an der Verbesserung der Spielplatzsituation in ihrem Stadtteil mitarbeiten. Sie haben eine Elternbefragung durchgeführt und für jeden Spielplatz Verbesserungsvorschläge gemacht“, berichtet Gabriele Klingmüller, Stadtverordnete für Ippendorf und Venusberg. „Dabei geht es oft nur um kleine Maßnahmen, wie die sinnvolle Gruppierung der vorhandenen Geräte, barrierefreie Zugänge, Absicherung zur Straße, schattenspendende Bäume etc. Dass es überhaupt einen Bürgerantrag zur Umsetzung eines Ratsbeschlusses geben muss, stimmt allerdings nachdenklich. Das verstehen Bürgerinnen und Bürger zu Recht nicht.“

„Eine Attraktivitätssteigerung für die Ippendorfer Spielplätze ist lange überfällig“, findet auch Herbert Spoelgen, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Bonn, und begrüßte daher die Beschlüsse. „In die Spielplätze Stationsweg, Liguster Weg, Am Kümpel und Höhenweg muss endlich entsprechend des Spielplatzbedarfsplans von 2007 investiert werden. Für die verkauften Grundstücke „Auf dem Essig“ und „Auf dem Heidgen“ wurden gute Einnahmen erzielt. Im Vergleich dazu sind die Kosten einer Aufwertung der übrigen Spielplätze mit neuen Spielgeräten wirklich marginal.“