Vernunft setzt sich durch: Nach jahrelangem Hin und Her ist die Bebauung des Geländes der Stadtgärtnerei endgültig vom Tisch

Dr. Stephan Eickschen

In der Sitzung der Bezirksvertretung Bonn am 21. April 2015 wurde die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens für das Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei gestoppt. Im Laufe der letzten zwölf Monate nahm dieses Verfahren die eine oder andere kuriose Wende: Stimmten die Grünen vor der Kommunalwahl 2014 dem Antrag der SPD in Planungs- und Umweltausschuss sowie Bezirksvertretung noch zu, das Bebauungsplanverfahren zu stoppen, wurde dieser Beschluss keine vier Wochen nach der Wahl im Rat der Stadt Bonn ebenfalls mit den Stimmen der Grünen kassiert.

Somit kamen nun die weiteren Pläne in Planungsausschuss und Bezirksvertretung Bonn auf die Tagesordnung. Im Planungsausschuss, der in der letzten Woche tagte, stimmte noch eine Mehrheit für eine Bebauung des Geländes. Gestern hat sich nun die Bezirksvertretung mehrheitlich gegen eine Fortführung der Planungen und damit gegen eine zukünftige Bebauung der ehemaligen Stadtgärtnerei ausgesprochen.

„Ich bin froh, dass mit dieser Entscheidung eine wichtige Maßgabe des Integrierten Freiraumsystems (IFS) 2012 in die Tat umgesetzt wird. Für die Stadtgärtnerei wird explizit ein Verzicht auf bauliche Nutzung empfohlen, da das Gelände am Rand des Meßdorfer Felds von großer Bedeutung für das Stadtklima ist“, begrüßt Dr. Stephan Eickschen, Dransdorfer Stadtverordneter und umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, diesen Beschluss.

„Damit stehen nun wieder alle Türen offen, dieses Gelände im Sinne einer umweltgerechten und nachhaltigen Entwicklung der knappen Freiraumressourcen in Bonn unter einen besonderen Schutz zu stellen und Konzepte für eine ausschließlich naturnahe Nutzung zu entwickeln. Möglich wären zum Beispiel erweiterte Kooperationen mit der Biostation, der Grünen Spielstadt oder auch anderen, bürgerschaftlichen Initiativen wie Urban Gardening“, ergänzt Stephan Eickschen.