Neues Schwimmbad: Verwaltung verschwitzt 4 Wettkampfbahnen

Wie zuletzt bekannt wurde, haben der Oberbürgermeister und die Verwaltung bei der Beauftragung der Stadtwerke mit dem Bau des Zentralbades in Dottendorf im dafür notwendigen Betrauungsakt nicht, wie vom Rat der Stadt Bonn 2016 mehrheitlich beschlossen, zwei wettkampftaugliche 10-Bahnen-Becken, sondern lediglich zwei Becken mit je 8 Bahnen festgeschrieben.

Gabi Mayer

Die SPD-Fraktion sieht sich dadurch in ihrer Kritik an dem überstürzten Verfahren bestätigt.

Gabi Mayer, sportpolitische Sprecherin der Fraktion, stellt dazu fest: „Jetzt tritt ein, was wir immer befürchtet haben. Weil es so schnell gehen muss, leidet die Gründlichkeit. Das darf bei einem 60-Millionen-Euro-Projekt nicht passieren.“ Da gehe Qualität vor Geschwindigkeit. „Mit etwas mehr Zeit ließen sich auch die vielen offenen Fragen noch klären, die wir und viele Bonnerinnen und Bonner haben, und mancher Zweifel am Vorhaben zerstreuen.“

Fenja Wittneven-Welter

„Kaum vorstellbar, wie CDU, Grünen und FDP reagiert hätten, wenn so etwas unter dem Vorgänger von Oberbürgermeister Sridharan passiert wäre“, erinnert Fenja Wittneven-Welter, stellvertretende sportpolitische Sprecherin. „Wir erwarten, dass beim Oberbürgermeister ab sofort die Qualität der Arbeit wieder wichtiger ist, als der Zeitplan.“