Sperrung Maximilianstraße verlängern und City-Ring-Entlastung weiter testen

SPD greift Ideen der Verwaltung auf

Still und leise hat sich die Verwaltung von einer längeren Trennung des City-Rings verabschiedet und eine Vorlage aus den zuständigen Gremien zurückgezogen, die die Sperrung der Maximilianstraße über den 30. Mai hinaus vorsah. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt nimmt dies mit Verwunderung auf und beantragt nun ihrerseits die Beibehaltung der aus ihrer Sicht bewährten Regelung.

Gabi Mayer

„Das ist alles schon sehr verwunderlich“, so Gabi Mayer, stellvertretende Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion. „Da begründet die Verwaltung ihre eigene Vorlage damit, dass die Trennung des City-Rings die Möglichkeit bietet, verschiedene Verkehrsmaßnahmen in der Innenstadt zu testen. Deshalb sei eine Verlängerung der Sperrung der Maximilianstraße sinnvoll. Und dann gibt es einen kurzen Aufschrei aus dem Handel und die Verwaltung zieht ihre Vorlage wider besseres Wissen zurück. Die Entscheidung, ob die Maximilianstraße gesperrt wird oder nicht, obliegt dem Rat und sonst niemanden. Deshalb haben wir jetzt unsererseits einen entsprechenden Antrag eingebracht.“

Herbert Spoelgen

Herbert Spoelgen, Vorsitzender der Bezirksfraktion, ergänzt: „Wir bleiben dabei: Die Trennung des City-Rings hilft, den Individualverkehr aus der Innenstadt herauszuhalten und so die Lärm- und Umweltbelastung in der City zu senken. Gleichzeitig ist nicht erkennbar, dass die Fußgängerzone und die Geschäfte weniger stark frequentiert wären. Wir fordern daher weiterhin, was bereits in der Verwaltungsvorlage als sinnvoll bezeichnet wurde: Dauerhafte Trennung des City-Rings durch die Sperrung der Maximilianstraße für den Verkehr, weitere Erprobung des Linksabbiegers am Belderberg in Richtung Bertha-von-Suttner-Platz und einen Testlauf für die Öffnung der Einbahnstraße vom Martinsplatz über ‚Am Hof‘ und Rathausgasse für den Radverkehr in Richtung Rhein unter Verzicht auf die ÖPNV-Sonderspur.“