SPD fordert weniger Honorarkräfte und deutlich mehr Festanstellungen bei der Beethoven Musikschule

Der Anteil von Musikschullehrerinnen und Musikschullehrern an der Beethoven Musikschule, die nicht über eine Festanstellung verfügen, hat einen nicht mehr sachlich zu vertretenden Anteil bei den Mitarbeiter*innen erreicht.

Bei der Musikschule sind von den 187 Lehrkräften 81 Kolleg*innen auf Honorarbasis beschäftigt. Diese sind zum Teil schon über viele Jahre im Dienst der Musikschule, so dass von einem dauerhaften Bedarf dieser Fachkräfte ausgegangen werden muss,“ erklärt die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Fenja Wittneven-Welter.

Es handelt sich hier um ausgebildete Fachkräfte, die in der Regel über ein abgeschlossenes Hochschulstudium verfügen, aber im Vergleich zu ihren fest angestellten Kolleg*innen deutlich schlechter bezahlt werden, obwohl sie die gleiche Tätigkeit ausfüllen.

Die Praxis, dass mehrjährig beschäftigte Honorarkräfte immer wieder neue Verträge erhalten, ist aus Sicht der SPD-Fraktion zumindest fragwürdig. Die öffentliche Hand sollte gegenüber privaten Arbeitgeber*innen als Vorbild auftreten und ein umstrittenes Verfahren, analog der Praxis mit Werkverträgen zu arbeiten, nicht selbst anwenden. Zudem sollte der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ auch in der Musikschule angewendet werden. Aus diesem Grund hat die SPD-Fraktion einen Antrag gestellt, der die Verwaltung beauftragen soll, die bisher angewandte Praxis zu ändern und für eine gerechte Entlohnung der Lehrerinnen und Lehrer an der Musikschule zu sorgen. „Die derzeitige Praxis dient aus Sicht der SPD-Fraktion ausschließlich dem Zweck der Kostenreduzierung zu Lasten von Fachkräften und das kann man so nicht hinnehmen,“ erklärt Wittneven-Welter weiter.