Kein Kind zurücklassen – Die Kinder-, Jugend- und Familienpolitik

Kinderrechte

Kinder und Jugendliche haben in dieser Stadt eine viel zu geringe Lobby. Das wurde auch in den letzten Jahren wieder deutlich. Im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie hat es kaum inhaltliche Diskussionen gegeben. Wir als SPD haben versucht dies zu verändern. Mit einigen Erfolgen.
Wer hat in der Stadtgesellschaft mitbekommen, dass wir im letzten Jahr das UN Kinderrechtejahr gefeiert haben? Leider fast keiner. Für alle möglichen Anlässe werden große Banner in der Stadt aufgehängt. Zu diesem Thema leider nicht, obwohl wir UN-Stadt sind. Nun werden wir auf unsere Initiative hin einen Platz mit diesem Namen bekommen und dem Thema damit eine öffentlich sichtbare Bedeutung geben.

Dörthe Ewald Bild: ©s.h.schroeder

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Wir haben versucht das Thema Partizipation weiter voranzutreiben. Zu einem neuen Konzept ist es nicht gekommen Die Stelle eine/s Kinder- und Jugendbeauftragten gibt es bereits in Bonn. Jedoch ohne besondere Entscheidungsbefugnisse und eingebettet in die die Verwaltungsstrukturen. Aus unserer Sicht muss diese Position gestärkt und unabhängig vom Jugendamt werden. Beauftragte gehören eher der/m Oberbürgermeister*in zugeordnet. Die Etablierung von altersgemäßen Beteiligungsmöglichkeiten steht oben auf unserer Agenda. In Bonn wurde das durch die Koalition bisher immer verhindert. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn hat hierzu immer wieder Anträge gestellt. Von uns kam der Anstoß zur Erneuerung des Spielplatzes in den Rheinauen. Vom einst tollen Platz für alle Altersstufen waren nur noch eine Rutsche, eine Schaukel und viele Holzschnitzel übriggeblieben. Das wird sich in diesem Jahr ändern.
Es ist uns auch gelungen, den Jugendzeltplatz durch einen interfraktionellen Antrag dauerhaft zu erhalten. Der Platz sollte von der Koalition in der Haushaltsplanung geopfert werden. Nun können viele Schulen, Kinder- und Jugendgruppen von nah und fern weiterhin diesen tollen Ort für naturnahe Aktivitäten aller Art nutzen.

Kinderbetreuung

Ein großes Thema in der Stadt sind nach wie vor die fehlenden 1.800 Kitaplätze. Nicht nur geht der Bau von neuen Einrichtungen viel zu schleppend voran, auch wird viel zu wenig Personal ausgebildet. Wir haben diverse Anregungen gemacht, wie das geändert werden kann. Nach langem Hin und Her ist es uns gelungen, die befristet tätigen therapeutischen Kräfte in den städtischen Kitas zu entfristen. Auch viele kleine Einzelmaßnahmen sind von uns angestoßen worden. Erst kürzlich konnten wir zum Beispiel erreichen, dass vor Kitas und Schulen, wo ein Tempo 30 Gebot gilt, zur Sicherheit der Kinder nun Geschwindig-keitsanzeigen installiert werden, die mit einem lächelnden oder traurigen Gesicht darstellen, ob man sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält.