Neuer Busbahnhof, noch schöneres Rheinufer

Die Debatte im Mobilitäts- und Verkehrsausschuss war geprägt von zwei großen Themen, die Bonn auf Dauer verändern und die Verkehrswende erlebbar machen werden. Zunächst ging es um den Neubau des Zentralen Omnibusbahnhofs, der jetzt endlich Fahrt aufnehmen soll, hierzu hat die KOALITION einen entsprechenden Antrag eingebracht. Dabei ist wichtig, dass die Maximiliantraße klar dem neuen Omnibusbahnhof zugeteilt wird und damit keine offene Durchfahrtsstraße mehr sein wird. Unerlässlich ist es bei den Planungen von Beginn an gleichberechtigt die Stadtwerke (SWB) einzubeziehen, als hauptsächliche Nutzerin des Omnibusbahnhofs darf nicht auf diese Erfahrungen und das Expertenwissen verzichtet werden. Wichtiges Ziel ist aus

Gabi Mayer Bild: ©s.h.schroeder

unserer Sicht, dass man endlich vorankommt, damit es nicht noch weitere Jahrzehnte dauert, bis ein gut funktionierender, ansprechender und moderner Omnibusbahnhof vorhanden ist.

Zweiter wichtiger Punkt war der Wettbewerb zum Masterplan 2.0 zur Neugestaltung des Rheinufers. Die bisherige Beteiligung der Bürger*innen zeigte ganz deutlich den Wunsch den Bereich am Rheinufer ohne Autoverkehr, dafür mit Erlebnisräumen, Gastronomie und mehr Aufenthaltsqualität zu planen. Daher haben wir als KOALITION einen Änderungsantrag eingebracht, damit dies auch als Vorgabe für den Wettbewerb berücksichtigt wird. Konkret soll also der gesamte Bereich der Rheinuferpromenade zwischen Rosental und Zweiter Fährgasse grundsätzlich für Fußgänger*innen und Radfahrende vorbehalten werden. Selbstverständlich sollen weiterhin Anlieger*innen, Anlieferungen und die Erreichbarkeit für die Rheinschifffahrt für Busse, Taxen und MIV-Fahrten für Menschen mit Gehbehinderungen möglich bleiben.

Premiere in der Sitzung war, dass die Verwaltungsmitarbeitenden per Videokonferenz zugeschaltet waren, was sehr gut funktionierte und sicher ein zukunftsweisendes Vorgehen für die Sitzungen der Gremien ist. So konnten jetzt während der Pandemie immerhin einige Kontakte vermieden werden. Insgesamt war die Sitzung unter den Vorzeichen von Corona dennoch mit zweieinhalb Stunden viel zu lang. Wenn man sich trifft, dann wird auch debattiert. Das ist verständlich, aber aktuell aus Sicht der SPD jedenfalls bei physischen Treffen in der Länge falsch. Wir plädieren klar für den Ausbau der Online-Debatten und können nicht nachvollziehen, warum hier seitens der Landesregierung NRW nach über einem Jahr keine Möglichkeiten geschafft werden konnten.