Sozialausschuss: „Anonymer Krankenschein“ und menschenwürdige Unterkünfte für wohnungslose Menschen

Im Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit am Donnerstagabend konnten wir viele gute Entscheidungen treffen, erfreulicherweise auch häufig einstimmig. Darunter fallen unter anderem auch die Förderungen der ungedeckten Personal, Sach- und Overheadkosten der Gemeinwesenarbeit in den Stadtteilen Neu-Tannenbusch und Medinghoven vom Diakonischen Werk Bonn und Region gGmbH für die Jahre 2020 und 2021. Mit dieser Entscheidung stellen wir sicher, dass die gute Arbeit vor Ort weitergeführt werden kann.

Einen wichtigen Richtungsentscheid hat der Ausschuss ebenfalls einstimmig beschlossen. Um Geflüchteten und anderen wohnungslosen Menschen eine würdige Unterbringung außerhalb von Containern zu ermöglichen, wird die Stadt sich in Kooperation mit der VEBOWAG um den Ankauf von Hotels bemühen, die wegen der Corona-Krise aufgegeben wurden. Nun ist es städtische, politische, aber auch gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die konkrete Umsetzung dadurch zu unterstützen, den Ankauf der einzelnen Objekte in den Bezirksvertretungen, aber auch Im Gespräch mit den Nachbarschaften zu unterstützen.

Max Biniek Bild: ©s.h.schroeder

Ebenfalls haben wir noch einmal einen Mietkostenzuschuss für das Zentrallager Sachspenden Bonn (ZeSaBo e.V.) für das Jahr 2021 bewilligt. Dies wurde notwendig weil es dem Verein coronabedingt nicht wie geplant möglich war, die notwendige Anzahl an Fördermitgliedern zur gewinnen, viele geplante Veranstaltungen konnten nicht stattfinden. Auch die Flutkatastrophe in unseren Nachbargemeinden zeigt, wie wichtig die Arbeit des ZeSaBo ist, denn von hier konnte sehr schnell zielgerichtet geholfen werden und auch jetzt das vorhandene KnowHow entsprechend weitergegeben und bei der Koordinierung der Hilfsgüter geholfen werden. Weitere Infos unter https://www.zesabo.de

Sehr erfreulich war es abschließend, dass wir einstimmig der Empfehlung zur „Einführung einer medizinischen Versorgung für Menschen ohne Krankenversicherungsschutz“ (Anonymer Krankenschein) zugestimmt haben. Final muss jetzt noch der Rat darüber entscheiden, es sieht aber so aus, als sei eine zeitnahe Entscheidung jetzt möglich!