Zwischenruf: Stadthaus, die unendliche Geschichte

Seit mehr als 10 Jahren diskutieren wir in Bonn den (bescheidenen) Zustand unseres Stadthauses und wie es mit ihm weitergehen soll. Sehr viel Wasser ist in der Zeit den Rhein heruntergeflossen. Entscheidungen, Ideen, Gestaltungswille, das konnten wir bei den vorigen Räten nicht feststellen. Es ist wie bei vielen Immobilien unserer schönen Stadt: das Notwendige wird erst angepackt, wenn es im Prinzip zu spät ist und ein Abriss die günstigste Variante zu sein scheint.

Angelika Esch Bild: ©s.h.schroeder

Im letzten Jahr hat die Verwaltung erklärt, dass ein Neubau die vermutlich

sinnvollste Lösung sei. Diese Aussage ist gestützt auf ein Gutachten der Partnerschaft Deutschland (PD). Gut! Das haben wir bereits vor 13 Jahren so vorgeschlagen und forciert. Nun das neue Gutachten, das eine aufwändige Sanierung der Stützpfeiler notwendig macht, wobei ein Großteil der Arbeitsplätze während der Sanierung nicht genutzt werden kann.

Zum Stadthaus gilt, jetzt müssen endlich schnell alle Zahlen, Daten, Fakten auf den Tisch:
• Wie sieht die Arbeitswelt in Zukunft aus?
• Wie viele Arbeitsplätze brauchen wir noch im Stadthaus?
• Was kostet ein Neubau, was eine Sanierung?
• Soll die Verwaltung weiterhin zentral aufgestellt sein oder eher dezentral?

Und dann muss der Rat eine endgültige Entscheidung treffen, wie es mit dem Stadthaus weitergeht. Ein weiter so darf es nicht geben. Eine Übergangsanierung, um dann in einigen Jahren eventuell doch den Abriss zu beschließen, macht für uns keinen Sinn.

Es gibt viel städtische Gebäude, deren baulicher Zustand sehr kritisch einzuschätzen ist. Wir werden unseren Beitrag leisten, dass in der jetzigen Koalition unser aller Eigentum besser gepflegt und in Stand gehalten wird.

In diesem Sinne…

…Ihre/Eure
Angelika Esch