Unterausschuss Personal und Organisation: Arbeitsplatz der Zukunft und Digitalisierung der Stadtverwaltung

Kommunale Zusammenarbeit ist auch im digitalen Bereich extrem wichtig. Bonn ist daher der App-Entwicklergemeinschaft beigetreten. Dieses Open Source-Projekt, vorangetrieben von mehreren Städten in NRW, soll dazu beitragen, dass die beteiligten Kommunen von den Entwicklungen und Möglichkeiten wechselseitig profitieren können. Die sogenannte Solingen-App wird Stück für Stück weiterentwickelt und in 2022 sind für Bonn erste Resultate möglich. Durch den Beitritt zur Entwicklungsgemeinschaft wird für die Stadtverwaltung zusätzliche Kompetenz geschaffen. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer digital souveränen Kommune.

Nico Janicke Bild: ©s.h.schroeder

Die Schaffung einer „Smart-City“ für Bürger:innen, Politik und Verwaltung bedarf einiger Anstrengungen. Datenstrategie und Datenmanagement spielen eine zunehmende Rolle. Es gilt Datenmengen sinnvoll zusammenzubinden, so dass diese in öffentlichen Netzen zugänglich sind. Auch hier macht sich Bonn auf den Weg. Am Ende des Tages bedeutet dies auch, dass Verwaltungsprozesse angepasst und die notwenigen Veränderungen proaktiv mitgestaltet werden müssen. Hier müssen die Verwaltungsmitarbeiter:innen eingebunden und mitgenommen werden. Als moderne Arbeitgeberin wird die Verwaltung dabei auch attraktiv für Nachwuchskräfte.

Die Stadt wird immer wieder Benchmarking-Analysen  unterzogen. Diese Vergleiche und Analysen können uns helfen festzustellen wo wir stehen und wie es in anderen Kommunen läuft. Die Analyse von Bitcom zeigt, dass sich Bonn im Vergleich zu anderen Städten in Sachen Digitalisierung in den letzten Jahren weniger schnell entwickelt hat. Das ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die letzte Ratskoalition nebst Verwaltungsspitze dem Thema Digitalisierung keine besondere Priorität eingeräumt hatte. Benchmarking ist jedoch nicht der alleinige Maßstab. Natürlich können einzelne Städte nicht eins zu eins miteinander verglichen werden. Auch andere Faktoren spielen eine Rolle.

Die Verwaltung erarbeitet derzeit ein Konzept zu den Anforderungen der städtischen Arbeitsplätze der Zukunft. Darauf aufbauend wird die zukünftige Gestaltung von Raum, Fläche und Ausgestaltung der Bürolandschaft entwickelt – gut, dass daran gearbeitet wird! Start des Projektes ist im kommenden Jahr, erste Ergebnisse sollen in 2022 vorliegen. Der eventuelle Interimsumzug aus dem Stadthaus wird auch mit dem Projekt Zukunft der Arbeit verknüpft – die sich ergebenden Chancen sollen genutzt werden.