Beirat zum ehrenamtlichen Katastrophenschutz: Von Sirenen, Hochwasserschutz und leichter Schutzkleidung für die Feuerwehr

Die zurückliegenden Hochwasserereignisse in Rheinland-Pfalz sowie an mehreren Stellen in Nordrhein-Westfalen haben die Notwendigkeit eines flächendeckenden Sirenen-Warnsystems sehr deutlich herausgestellt. Feuerwehr und Rettungsdienst der Bundesstadt Bonn haben dies sehr früh erkannt und mit der Umsetzung eines flächendeckenden Sirenen-Warnsystems schon lange vor der Flutkatastrophe begonnen. Bereits im Jahr 2012 hat der Rat den Ausbau eines flächendeckenden Warnsirenennetzes für Bonn beschlossen. Nun kommt der Ausbau in die finale Phase, die letzten vier Anlagen sollen erstellt werden. Gleichzeitig werden alle Bonner Sirenen so ausgestattet, dass sie auch über das Land oder den Bund zentral ausgelöst werden können.

Nico Janicke Bild: ©s.h.schroeder

Hochwasserlagen an Bächen machen nicht an Stadtgrenzen halt. Daher hat der Beirat empfohlen, dass eine Hochwasserpartnerschaft zwischen Bonn und Alfter aufgebaut wird. So können gemeinsame und grenzüberschreitende Maßnahmen zum Schutz vor den Auswirkungen von Starkregenereignissen in Angriff genommen werden. Diese Partnerschaft ist aber nur ein Baustein im Hochwasserschutz. Daher hat die Koalition die Verwaltung mittels ihrem Antrag „Klimaanpassung Bonn – Hochwasserschutzmaßnahmen an Fließgewässern in Bonn“ beauftragt, für alle durch Hochwasser gefährdeten Bereiche präventive Maßnahmen zu identifizieren und zu entwickeln.

Viele Feuerwehreinsätze erfordern eine leichte Kleidung. Ob Brände oder anderweitige technische Unterstützung, im Hochsommer ist der Einsatz mit voller Brandeinsatzmontur eine wahre Tortur. Das kann auch negative gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Damit zum Beispiel in Hitzesommern bei Temperaturen über 30 Grad die schwere Arbeit der Feuerwehrleute in Schutzkleidung aber ohne Überhitzung geleistet werden kann, wurde die Beschaffung entsprechender Schutzjacken beschlossen. In einem ersten Schritt wird die Berufsfeuerwehr und einige freiwillige Feuerwehren mit 460 Jacken ausgestattet. In einem weiteren Schritt werden bald die anderen freiwilligen Feuerwehren ebenso ausgestattet.