Städtisches Gebäudemanagement: Wie geht es weiter mit dem Stadthaus?

Korrosionsschäden an den Stahlbetonstützen und marode Technik – klingt harmlos  – ist es aber nicht. Zwar ist das Stadthaus nicht einsturzgefährdet, aber die Technik kann sehr plötzlich versagen. Aktuell wird ermittelt, inwieweit ein Austausch der betroffenen technischen Anlagen im laufenden Betrieb überhaupt in welchem Zeitraum möglich ist und welche Einschränkungen und Kosten für den Austausch entstehen würden. Diese sollen im Rahmen einer vollumfänglichen wirtschaftlichen Gesamtbetrachtung dem finanziellen und logistischen Aufwand für eine Anmietung (Miete zzgl. der damit verbundenen „Begleitkosten für Infrastruktur, Einrichtung, Umzug etc. sowie mögliche Ersparnisse bei temporärer „Nichtnutzung“ des Stadthauses“) gegenübergestellt werden.  Überraschend ist das alles übrigens nicht, wie eine Vorlage der Verwaltung aus dem Jahr 2010 zeigt. Bezüglich des Stadthauses war man mit der veralteten Stellungnahme in der Mitteilungsvorlage unzufrieden. Es ist schneller Handlungsbedarf geboten, schließlich will man Wegwerf-Investitionen vermeiden. Um eine Grundsatzentscheidung, das Stadthaus zu entkernen und zu sanieren oder abzureißen und neu zu bauen – an gleicher oder anderer Stelle – kann sich der Rat der Stadt Bonn nicht herumdrücken. Aber dafür brauchen wir valide Daten, Zahlen und Fakten.Bei beiden Varianten müssen aber schnellstmöglich Ausweichquartiere für die Mitarbeitenden der Stadt gefunden werden. Hier muss der Entscheidungsprozess beschleunigt werden, das Aussitzen des Problems ist keine Option.

Gieslint Grenz Bild: ©s.h.schroeder

Um das Ziel der Klimaneutralität der Stadt bis zum Jahr 2035 zu erreichen, haben die energetische Sanierung städtischer Gebäude und das Erreichen hoher Energieeffizienzstandards und klimaschonender Baukonstruktionen bei Neubauten höchste Priorität. Als langfristiges Ziel wird angestrebt, für die städtischen Gebäude einen klimaneutralen Gebäudebestand und hohe ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit zu erreichen. Hierzu hat die Koalition einen Antrag gestellt, der das Städtische Gebäudemanagement beauftragt entsprechend zu handeln. Mit der Maßgabe bis zur nächsten Sitzung eine Stellungnahme seitens des SGBs abzugeben, wurde dieser Antrag in die nächste Sitzung des Betriebsauasschusses vertagt. Es zeichnet sich ab, dass für diesen Grundsatzentschluss eine breite Mehrheit gefunden werden kann. Viele der aufgestellten Kriterien werden nach Aussage des SGBs bereits heute erfüllt. Dies soll schriftlich ausgeführt werden und aufzeigen, welche Maßnahmen noch ergriffen werden müssen, um als Stadt auch im Baubereich einen Beitrag zu mehr Klimaneutralität zu leisten.

Das Gelände der ehemaligen  Realschule Beuel bleibt auch weiterhin Schulstandort. Neben der OGS für die Paul-Gerhardt-Schule werden dort auch Förderschulen etabliert werden. Das Nicolaus-Cusanus-Gymnasium bedarf einer Sanierung und Erweiterung: drei neue Klassenräume, die Aula, und die Selbstlernzone werden angepackt. Zum Monitoring Schulbauten wurden noch ergänzende Fragen gestellt, die nicht alle befriedigend beantwortet werden konnten. Die schriftliche Beantwortung wurde jedoch zugesagt. Bezüglich der vom SGB angestoßenen Planungen für die OGS-Erweiterungen entsprechend der Prioritätenliste wurde die Matthias-Claudius-Schule, die Nikolausschule und die OGS Medinghoven genannt, für die Vorplanungen angestoßen seien.