Sozialausschuss: Förderung sozialer Projekte

Beschlossen haben wir eine Förderung für den Verein Frauen helfen Frauen e.V. für das Modellprojekt „Wohnraumfinden – Gewaltfrei leben – sich vernetzen“. Notwendig wird dies, da die bisherige Förderung durch die NRW Landesregierung ausläuft. Die Mittel werden aus den Haushaltsmitteln zur Kapazitätserweiterung der Bonner Frauenhäuser bereitgestellt, welche durch die Koalition in Höhe von 250.000 EUR bereitgestellt wurden. Erfreulich war weiterhin zu erfahren, dass die Verwaltung sehr zeitnah über weitere Kapazitätserweiterungen mit diesen Mitteln im Ausschuss berichten wird.

Max Biniek Bild: ©s.h.schroeder

Einstimmig konnten wir die Förderung für die Seniorenbegegnungsstätten und -treffs freier Träger unter der Berücksichtigung der Förderrichtlinien und der üblichen Kostensteigerungen beschließen. Die Seniorenbegegnungsstätten sind ein wichtiger Ankerpunkt in den Stadtteilen und ein Angebot für ältere Menschen direkt vor Ort. Gerade in den letzten zwei Jahren wurde durch die Einschränkungen noch einmal deutlich, wie wichtig solche Angebote sind. Es ist also unerlässlich gerade jetzt die Angebote weiter zu führen.

Unterstützt werden auch Einrichtungen zur Sprachförderung, wie das Bildungswerk interKultur, das Sprachförderkurse und Alphabetiersierungskurse anbietet, aber auch Integrationskurse, Schreibprojekte, Begegnungsangebote und kulturelle Aktivitäten. Der Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit zugewanderten und geflüchteten Frauen. Damit Integration gelingen kann, ist das Erlernen der deutschen Sprache unerlässlich. Von daher haben wir auch dieses Projekt gerne unterstützt.

Um den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten, müssen auch kreative Wege bei der Schaffung von mehr Wohnraum beschritten werden. Gemeinsam mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft VEBOWAG soll ein Konzept einer Börse zum Wohnungstausch zwischen älteren und jüngeren Menschen entwickelt und erprobt werden. Gerade junge Familien suchen größere Wohnungen, die aber in unserer Stadt kaum noch zu finden und erst recht nicht zu bezahlen sind. Ältere Menschen hingegen leben oft in zu großen Wohnungen, weil ein Umzug zu kompliziert und obendrein aufgrund der niedrigeren Bestandsmieten unwirtschaftlich ist. Mit der Wohnungstauschbörse schaffen wir jetzt ein Instrument, um Wohnraum gerecht zu verteilen.