Bezirksvertretung Beuel: Mehr Grün auf dem Rathausvorplatz

Bericht aus der Bezirksvertretung Beuel vom 27.04.2022, u.a. zur Verkehrswende, Kultur und weiteren Maßnahmen für Klimaresilienz.

Wie in fast jeder Sitzung gab es auch diesmal Bürgeranträge, die die Einführung von Tempo 30 zum Ziel hatten. Das zeigt deutlich, dass Tempo 30 auch vielfach von der Bevölkerung gewünscht wird. Darüber hinaus wurde noch über zu starken Durchgangsverkehr in der Grabenstraße diskutiert. Dies wurde mit der Bitte zu einer erneuten Messung vertagt.

Maximilian Blesch Bild: ©s.h.schroeder

Wer die Verkehrswende will, muss die Situation für Radfahrende verbessern, hierzu gehört auch ein durchgängiges Radroutennetz in Beuel, ein entsprechender Antrag wurde von der Koalition eingebracht. Darüber hinaus wurde in einer Stellungnahme der Verwaltung sehr klar aufgezeigt, dass die ins Gespräch gebrachten „Alternativen“ zum Radwegausbau in der Rheinaue eben keine sind. Die Koalition entschied sich aber dazu, diesen Antrag gemeinsam mit einem möglichen Radroutennetz in der nächsten Sitzung zu beraten. Zusammen mit einer durchgehenden Parrallelverbindung zum Rhein, könnte dann auch diese Fahrradstraße Sinn ergeben. Details finden sich hier.

Nach den Umbauarbeiten wird das Bahnhofsgebäude in Beuel nicht mehr für den Bahnbetrieb benötigt. Die Beueler Koalition hat daher angeregt, das Gebäude für kulturelle, soziale oder andere Nutzungen im Sinne der Quartiersentwicklung Beuel-Ost zu nutzen und zu erwerben. Aus Sicht der Verwaltung sind ein einfacher Ankauf des Beueler Bahnhofs und eine Sanierung durch die Stadt nicht sinnvoll. Es haben sich aber bereits Kultuschaffende versammelt, um dort einen Kulturbahnhof entstehen zu lassen. Wir haben die Verwaltung beauftragt, dies eng zu begleiten und mögliche Initativen zu unterstützen. Details hierzu gibt es in unserem Änderungsantrag.

Egal ob Autos, Busse oder Fahrräder, alle haben ihre Schwierigkeiten, die Hauptstraße in Holzlar problem- und gefahrlos zu nutzen, am stärksten leiden Fahrradfahrer:innen und Busse. Daher gab es eine interfraktionelle Initiative zur Verbesserung der Situation, die einstimmig beschlossen wurde. Allerdings kann dieser Antrag nur als Anregung für die Verwaltung verstanden werden, da die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung Vorrang haben. Verkehrszählungen, um die Einrichtung von Zebrastreifen zu prüfen, Markierungen von Parkplätzen, eine Optimierung der Radroutenbeschilderung und eingeschränkte Halteverbote werden laut Verwaltung wohl möglich sein.

Der Rathausvorplatz und der Konrad-Adenauer-Platz sind Betonwüsten. Das wollen wir ändern. Großer Dank geht an die Bezirksverwaltungsstelle, die sich für die Umsetzung von Klimaresilienz-Maßnahmen eingesetzt hat. Es wird nun drei grüne Inseln mit Möbeln und Pflanzkübeln mit Bäumen geben. Für die Pflanzung und Pflege wurden Fördermittel beim Land beantragt. Zur Umgestaltung der Friedrich-Breuer-Straße gibt es bald eine Bürgerbeiteiligung. Dort können dann auch neue Orte für Bäume im Beueler Zentrum gefunden werden. Bereits jetzt werden über 70 neue Bäume im Stadtbezirk gepflanzt (hier und hier).