19. Sebastian-Dani-Medaille geht an Endenicher Vitaliy Krusch

In Erinnerung an den legendären Bonner Stadtdirektor Sebastian Dani, den „Vater der Armen und Hilfesuchenden“ verleiht die Bonner SPD-Fraktion alljährlich die Sebastian-Dani-Medaille. Menschen, die sich getreu Danis Motto „Wir müssen helfen, statt Akten anzulegen“ engagieren. In diesem Jahr wurden Menschen gesucht, die sich solidarisch mit den Ukrainierinnen und Ukrainern zeigen. Unter den zahlreichen Vorschlägen fiel die Wahl der unabhängigen Jury auf den 33-jährigen Endenicher Vitaliy Krusch.

Auf dem Bild: Stadtverordneter Alois Saß, Sozialausschussvorsitzender Peter Kox, Bürgermeisterin Gabi Mayer, Preisträger Vitaliy Krusch, Fraktionsvorsitzende Angelika Esch, sozialpolitischer Sprecher Max Biniek, Stadtverordneter Dr. Nico Janicke und Bezirksbürgermeister Jochen Reeh-Schall.

Seit Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffs der Russischen Föderation auf die Ukraine organisiert der Endenicher Vitaliy Krusch humanitäre Missionen in die Ukraine, die er auch selbst durchführt. Die erste Mission fand bereits Anfang März 2022 und damit kurz nach Kriegsausbruch statt.

Mittlerweile wurden über 160 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine gebracht. Geliefert werden neben Medikamenten, Lebensmitteln, Kleidung, Schulmaterial, Feldbetten und medizinischem Gerät auch Rettungs- sowie Personentransportfahrzeuge. Diese Fahrzeuge werden der westukrainischen Stadt Sokal zur Verfügung gestellt und sind zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebes nötig. Denn mithilfe der Kleinbusse werden Schulkinder aus abgelegenen Dörfern in die Stadt Sokal zur Schule zu gebracht. In Friedenszeiten wurden Kinder aus abgelegenen Siedlungen in Schulbussen zu Bildungseinrichtungen in die Stadt gefahren. Aufgrund des Krieges wurden viele dieser Busse in den Osten der Ukraine verlegt, um die Bevölkerung und die Kriegsverletzten in den umkämpften Gebieten zu transportieren.

Auch auf der Rückreise erfüllen die Konvois eine humanitäre Mission und bieten Platz für Kinder und Erwachsene, die eine sichere Zuflucht in Deutschland suchen. Vor Ort in Bonn unterstützt Vitaliy Krusch bei Behördengängen, hilft als Übersetzer und organisiert Freizeitangebote für die Geflüchteten.

Unterstützt wird Vitaliy Krusch bei der Organisation und Durchführung der humanitären Missionen u.a. vom ehemaligen SPD-Landtagsabgeordneten Bernhard „Felix“ von Grünberg, dem Direktor des Bonner Universitätsklinikums Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve, der Geschäftsführerin des Vereins für Gefährdetenhilfe e.V., Nelly Grunwald, dem Verein Menschenfreunde e.V. aus Alfter, dem Sachverständigen Maik Menke und natürlich von seiner Ehefrau Jelena Krusch.

Darüber hinaus bemüht sich Vitaliy Krusch um eine vertiefte städtepartnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen deutschen und ukrainischen Städten. Mittlerweile ist zum Beispiel eine erste Kooperation zwischen Bonn und der westukrainischen Stadt Sokal entstanden. Der Verein für Gefährdetenhilfe (e.V.) hat eine Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Sokal unterzeichnet.

Wir graturlieren Vitaliy Krusch recht herzlich für die Auszeichnung und wünschen ihm viel Kraft und Energie für sein weiteres Engagement!