Bezirksvertretung Beuel: Verkehrsthemen im Fokus

Bericht aus der Sitzung der Bezirksvertretung Beuel vom 19. Oktober 2022, u.a. zu Radwegen, Parksituationen und Wiesenbestattungen.

In der Sitzung bestimmten wieder verkehrliche Themen die Tagesordnung. Erneut wurde ein Bürgerantrag für eine zeitbegrenzte Spielstraße im Bereich Im Gerott aufgerufen, um von der Verwaltung Informationen zur Durchführbarkeit zu erfahren. Eine Spielstraße, auch eine zeitlich begrenzte, bedeutet – anders als verkehrsberuhigte Bereiche, von denen es in Bonn einige gibt – eine komplette Sperrung für den Autoverkehr. Eine zeitliche Umwidmung einer Straße gestalte sich unter Berücksichtigung des öffentlichen Interesses schwierig. Um eine generelle, für die Bürgerschaft praktikable Regelung zu erwirken, wurde dieser Antrag in den Ausschuss für Mobilität und Verkehr verwiesen.

Maximilian Blesch Bild: ©s.h.schroeder

In einem weiteren Bürgerantrag geht es um die Verbesserung der Fahrradweg- und Fußgängersituation insbesondere für Schüler*innen im Bereich der Siegburger Straße. Die Einrichtung einer Tempo-30-Zone vor der Gesamtschule gibt die Straßenverkehrsordnung (StVO), so die Stellungnahme der Verwaltung, leider nicht her, da die Schule keinen unmittelbaren Zugang zur Straße hat. Eine Neuaufteilung des Straßenraums, also die Trennung von Geh- und Radweg, ist aufgrund der geringen Straßenbreite und den säumenden Bäumen schwierig. Auf unsere Initiative hat die Verwaltung allerdings einen erneuten Austausch mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW zugesagt, um weitere Möglichkeiten zur Erhöhung der Sicherheit, wie Beleuchtung, auszuloten.

Mit einem Bürgerantrag zur Nachbesserung der Parksituation und Verkehrsberuhigung in der Grabenstraße wurde ebenfalls auf eine bereits in der letzten Sitzung behandelte Verkehrssituation Bezug genommen. Es waren Piktogramme auf der Fahrbahn für Tempo 30 beschlossen worden. Einstimmig haben wir beschlossen, dass deren Wirkung zunächst abgewartet wird, bevor weitere Maßnahmen beschlossen werden.

Anlass zu ausführlicher Diskussion war ein sogenanntes Drängelgitter an der Ecke Rastenweg/Am alten Wingert in Ramersdorf, das aufgestellt worden war, um die Sicherheit in diesem Kreuzungsbereich zu erhöhen. Es gibt Stimmen für die Beibehaltung und für den Abbau. Um Fahrradfahrende nicht einseitig einzuschränken, haben wir die Prüfung einer alternativen sicheren Umgestaltung des Kreuzungsbereichs vorgeschlagen.

Wir halten den Bürgerantrag für ein grüneres Straßenbild durch die Pflanzung von Bäumen auf einem Teilstück der Limpericher Straße für sehr begrüßenswert. Von Seiten der Verwaltung sind sechs klimaresistente rotblühende Kastanien vorstellbar. Diese Auswahl wäre identitätsstiftend für die Straße. Dabei werden rot blühende Kastanien nicht von der Miniermotte befallen. Durch die geringere Größe verbleibt Abstand zu den Fassaden und der Pflegeaufwand ist geringer. Voraussetzung für die Umsetzung ist das Fehlen von Leitungen im geplanten Bereich.

Für den Friedhof in Küdinghoven wird die Herrichtung einer Fläche für Wiesenbestattung beantragt. Ausdrückliche Wünsche aus der Bürgerschaft werden laut Verwaltung bei der Ausgestaltung des kürzlich beschlossenen Friedhofskonzepts selbstverständlich in die engere Prüfung genommen.

Fraktionsübergreifende Zustimmung gab es für unseren Antrag auf Zuschuss aus dem „Feuerwehrtopf“ der Bezirksvertretung für die Instandsetzung des Kinkel-Denkmals in Oberkassel. Hier sind im Mai die Bronzereliefs am Sockel gestohlen worden.