Bezirksvertretung Bonn: Wie weiter mit der alten Stadtgärtnerei?

Bericht aus der Sitzung der Bezirksvertretung Bonn vom 20. September 2022.

Wie geht es weiter mit der alten Stadtgärtnerei? Gerne hätten wir der Verwaltung empfohlen, die von ihr aufgeführten Schritte auszuführen (u.a. Erstellung von Artenschutzgutachten, Verhandlungen mit den Akteuren führen und mit diesen den städtebaulichen Entwurf entwickeln), wurden aber von der Opposition und den Einzelbezirksverordneten überstimmt, die einen anderen Weg wählen wollten. Dabei waren für das Thema extra ein Vertreter der Montag Stiftung Urbane Räume gAG und eine Vertreterin des Vereins Neue Stadtgärtnerei e.V. in der

Sabrina Lipprandt Bild: ©s.h.schroeder

Bezirksvertretung zu Gast, die einen Überblick über das von ihnen geplante Projekt auf dem Gelände der alten Stadtgärtnerei in Dransdorf gaben. Die beiden Akteure haben ihr Interesse daran bekundet, das Grundstück unter Einbeziehung der bestehenden Biostation einer gemeinwohlorientierten Quartiersentwicklung zuzuführen. Die Vorstellung fand diesmal gleich zu Beginn des öffentlichen Teils statt, damit alle die Möglichkeit hatten, das Projekt offen zu diskutieren.

Hatten wir in den letzten Sitzungen jeweils einen Berg an Anträgen, die von Bürger:innen gestellt wurden, so waren es diesmal nur vier neue Anträge, zu denen sogar die Stellungnahmen der Verwaltung vorlagen. Der Großteil der Anträge beschäftigt sich mit der Verkehrssituation auf den Bonner Straßen. Den ältesten, der seit Februar auf diversen Tagesordnungen zu finden war, haben wir nun einstimmig beschlossen: In Tannenbusch am Paulusplatz (Höhe Leipziger Straße) wird wieder eine Bank errichtet, die letzte – wie auch die anderen Bänke rund um den Paulusplatz – wurde vor Jahren wegen Vandalismus und nächtlicher Ruhestörung abgebaut. Ebenso einstimmig wurden neue Fahrradständer in der Eifelstraße am Eingang zum Blumenhof beschlossen. Für den Wegfall von zwei Parkplätzen für weitere Radständer konnte nur eine kleine Mehrheit der Bezirksverordneten votieren. Leider nicht zu realisieren ist die geforderte Tempo 30 Zone und das Durchfahrtverbot für LKWs über 3,5t auf der Reichstraße in Röttgen, so wie es von einem Bürger gefordert wurde. Da es sich bei der Reichstraße um eine Landesstraße handelt, kann nur vor schützenswerten Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Seniorenheimen, etc.) Tempo 30 eingerichtet werden, was dort auch der Fall ist. Die Verwaltung hat in ihrer Stellungnahme vorgeschlagen, hier die Geschwindgkeitskontrollen zu verstärken.

Bei den Zielbeschlüssen für einen Neubau in der Insterburger Straße und eines gemischten Wohnquartiers in Buschdorf sind wir (auch wenn es bei uns nur als Anhörungspunkt auf der Tagesordnung stand) den Voten des Umweltausschusses und des Ausschusses für Wohnen, Planen und Bauen gefolgt und hoffen nun, dass der dringend benötigte Wohnraum in nicht allzu ferner Zukunft endlich realisiert werden kann.