Katastrophenschutzbeirat beschließt Neubau der Feuerwache III

Bericht aus der Sitzung des Katastrophenschutzbeirat vom 19. Oktober 2022, u.a. zur Feuerwache III, Brandschutzbedarfsplan und Personalaufstockung.

Beschlossen haben wir den Abriss und Neubau der Feuerwache III in Friesdorf. Wir sind uns einig, dass Freiwillige Feuerwehr, Berufsfeuerwehr und Rettungsdienst dringend ein modernes und funktionales Gebäude benötigen. Die neue Wache soll u.a. den Entwicklungen im Bereich des Arbeitsschutzes und den Anforderungen, die die E-Mobilität mit sich bringt, gerecht werden. So sollen auch Räume für Transformatoren zum Laden der künftigen E-Fahrzeuge entstehen. Jetzt müssen die Planungen zügig abgeschlossen und mit dem Bau begonnen werden, ehe die Kosten dafür noch weiter steigen. Abriss und Neubau erfolgen im laufenden Betrieb, sodass die Sicherheit im Süden der Stadt und in Bad Godesberg weiterhin gewährleistet ist.

Nico Janicke Bild: ©s.h.schroeder

Die Verwaltung stellte den Zwischenbericht zum Brandschutzbedarfsplan vor. Dabei ist es notwendig, Maßnahmen zur Erhöhung der Erreichung der Schutzziele einzuleiten. Maßgebliches Schutzziel ist, dass acht Minuten nach Eingang des Notrufes zehn Feuerwehrleute am Unglücksort sind. Dazu müssen neue Stellen geschaffen und Fahrzeuge angeschafft werden. Auch Investitionen in die Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren sollen erhöht werden, zum Beispiel in Hinblick auf den für die Steuerung der Einsatzwagen erforderlichen Erwerb entsprechender Führerscheinen. Darüber hinaus muss beispielsweise das Beethovenhaus besser vor Feuer geschützt werden. Leider hat der Beirat mit knapper Mehrheit beschlossen, dass eine weitere Lesung dieser Vorlage erforderlich ist, statt die notwendigen Entscheidungen unmittelbar zu treffen.

Der Katastrophenschutz muss dringend personell aufgestockt werden. Bevölkerungsinformationen und Katastrophenschutzpläne müssen überarbeitet werden, aber auch Konzepte für  Spontanhelfer:innen sind notwendig. Daher hat der Beirat beschlossen, dass dafür notwendigen Personalstellen eingerichtet werden sollen. Das funktioniert jedoch nur Schritt für Schritt, aber der Prozess ist nun angestoßen. Denn länger warten geht dabei nicht.