Schulausschuss: Notwendige Investitionen in Bildungsinfrastruktur

Bericht aus der Sitzung des Schulausschusses vom 23.11.2022, u.a. zu Sanierungen, neuen Bildungsgängen und Schadstoffbelastung.

Erneut wurde deutlich, welch ungeheurer Erweiterungs- und Sanierungsbedarf bei den Bonner Schulbauten besteht. Voraussichtlich muss die Stadt Bonn in den kommenden Jahren bis zu eine Milliarde Euro investieren, um die notwendigsten Maßnahmen umzusetzen. Diese Pflichtaufgabe, Schüler:innen eine Schulklasse, Fachräume und Sportstätten zur Verfügung zu stellen, ist eine der größten Herausforderungen der Stadt in den kommenden Jahren. Hinzu kommt der in Kürze anstehende Anspruch auf einen OGS-Platz, so dass auch hier Geld für Mensabetrieb und auch für Räume in die Hand genommen werden muss. Letztendlich ist jedoch nicht das notwendige Geld der Flaschenhals, sondern die fehlende Man- und Womanpower im Städtischen Gebäudemanagement, um all diese Bauten umzusetzen. Zwar hat sich Verwaltung amtsübergreifend zusammengesetzt, um alternative Umsetzungsmöglichkeiten zu finden und die Prioritätenlisten zu überarbeiten. Dies bindet aber wiederum Personal in den Ämtern, die ihre originären Aufgaben dann nicht erfüllen können, einfach gesprochen: die Bauingenieure und Architekten fehlen dann bei den Projekten. Hier müssen neue Strategien der Umsetzung, Priorisierung und eventuelle externe Auslagerung entwickelt werden, gegebenenfalls mit einem „Thinktank“. Fraktionsübergreifend ist man sich dieser schwierigen Situation bewusst und will deren Lösung einleiten.

Gieslint Grenz Bild: ©s.h.schroeder

Berufskollegs müssen sich mit ihren Angeboten an den Bedarfen orientieren.  Das Heinrich-Hertz-Berufskolleg richtet daher den neuen Bildungsgang „Staatlich geprüfter Informatiker / Staatlich geprüfte Informatikerin, Schwerpunkt Multimedia mit Fachhochschulreife“ ein.

Ein CDU-Dringlichkeitsantrag zur Schadstoffbelastung an der Schule „Auf dem Hügel“ war schon bei Antragstellung überholt. Bereits im vorigen Schulausschuss hatte die Verwaltung über die Schadstoffbelastung informiert und zugesagt, dass das städtische Gebäudemanagement hier aktiv werden würde und das Schulamt, Schule und SGB dies in engem Kontakt behandeln würden. Die Verwaltung konnte beim jetzigen Schulausschuss bereits weitere Informationen geben, auch über Informationsveranstaltungen für Eltern und Schule. Schadstofffunde werden stets prioritär von der Verwaltung behandelt und es ist nicht hilfreich mit veralteten Anträgen die Unsicherheit und die Ängste der Eltern zu schüren, betonten die Koalitionäre.